23. September 2020


Onkologische Fortbildungsveranstaltung

Alljährliche Fortbildungsveranstaltung für med. Assistenzberufe 

Tumorzentrum Nordwest-Niedersachsen e.V. Onkologische Fortbildung 2020

Zur alljährlichen onkologischen Fortbildungsveranstaltung für med. Assistenzberufe des Tumorzentrums Nordwest Niedersachsen e.V. trafen sich am 23.9.2020 im Hotel Atlantic 35 Medizinische Fachangestellte und Krankenpfleger/-innen aus den Friesland Kliniken Varel, Sanderbusch sowie der Onkologischen Schwerpunktpraxis Wilhelmshaven und der Strahlentherapie des Klinikum Wilhelmshaven.


Kernthemen der diesjährigen Veranstaltung waren der sichere Umgang mit Zytostatika, Wechselwirkungen von Chemotherapeutika mit Nahrungsergänzungsmitteln sowie die Begleitung von Sterbenden und deren Angehörigen.


Mit dem Apotheker F. Cramm aus Sande, dem Apotheker der Uniklinik Gießen Herr Barth sowie dem Theologen Prof. Dr. Becker-Ebel aus Bremen konnte die Moderatorin Yolanda Rodemer (1. Vorsitzende des Tumorzentrums Nordwest Niedersachsen e.V.) ausgewiesene Experten begrüßen. 


Auch in Corona Zeiten ist die Veranstaltung wieder Ausdruck der guten Zusammenarbeit der Praxen und Krankenhäuser der Region mit dem Ziel einer optimalen und qualitativ hochwertigen medizinischen Versorgung von Krebspatienten/-innen. 

 



16. November 2019


Moderne Diagnostik und Therapie bei Krebs

Onkologisch verantwortliche Ärzte beraten anlässlich einer Veranstaltung des Tumorzentrum Nordwest Niedersachsen e.V. über aktuelle Diagnostik von Tumorerkrankungen und sinnvollen Einsatz von teuren Krebsmedikamenten.

Tumorzentrum Nordwest-Niedersachsen e.V. Pharmakotherapieberatung 2019

Der medizinische Fortschritt ist unbestritten und versetzt auch uns Ärzte immer wieder ins Erstaunen.“, so Tobias Wismann von der onkologischen Schwerpunktpraxis Wilhelmshaven/Sande. “ Wir sind heute in der Lage Patienten zu behandeln, für die es noch vor Jahren keine Hoffnung gab. Dabei müssen wir uns von unserem Schwarz-Weiß-Denken, dass wir den Krebs heilen oder nicht heilen können, verabschieden. Mit den neu entwickelten Substanzen ist es vielmehr möglich auch bei fortgeschrittenen Erkrankungen einen Rückgang derselben und die Überführung in einen chronisch stabilen Verlauf der Erkrankung zu erreichen.“

 

Dieser Fortschritt hat aber auch seinen Preis.

Mit Therapiekosten bis zu monatlich mehreren tausend EUR, stellt sich in der Gesellschaft vermehrt die Frage, wie lange wir uns das noch leisten können.

Umso wichtiger ist es, genau diese Patienten anhand moderner Diagnoseverfahren zu identifizieren, die auch von der modernen Therapie profitieren.

Die weiterführende Diagnostik am Tumorgewebe oder im Blut entwickelt sich stetig weiter und unterstützt den sinnvollen Einsatz der modernen Krebsmedikamente.

 

Damit dieser medizinische Fortschritt auch in Zukunft allen Patienten, die hiervon profitieren könnten zur Verfügung steht, ist dieses Wissen und ein verantwortungsvoller Umgang mit der modernen Krebstherapie unumgänglich. 

 

Der Gesetzgeber hat daher die onkologisch verantwortlichen Ärzte dazu verpflichtet, sich zweimal im Jahr unabhängig von der Pharmaindustrie beraten zu lassen. Dieser Verpflichtung kommt das Tumorzentrum Nordwest Niedersachsen e.V. traditionsgemäß mit seiner letzten Fortbildungsveranstaltung im Kalenderjahr nach und kann nunmehr zum 10. Mal am 16. November 2019 Ärztinnen und Ärzte aus Niedersachsen, Bremen und Hamburg im Hotel Atlantik in Wilhelmshaven begrüßen.

 

Herr Bert Hendrik Holmer, Leitender Oberarzt und Sektionsleiter Senologie des Klinikums Wilhelmshaven wird dabei über sogenannte Genexpressionstests berichten, die offensichtlich in der Lage sind, die von Brustkrebs betroffenen Frauen im Vorfeld zu identifizieren, die von einer Chemotherapie profitieren. Somit können zum einen unnötige Behandlungskosten zum anderen auch mögliche Nebenwirkung durch eine nicht erfolgversprechende Therapie vermieden werden.

 

Glioblastome sind die häufigsten bösartigen Hirntumor bei Erwachsenen. Nach der Operation oder auch nach einer Probeentnahme des Hirntumors steht die sog. Radiochemotherapie im Mittelpunkt, über die Herr Professor Dr. med. Robert M. Hermann vom Zentrum für Strahlentherapie und Radioonkologie Westerstede berichten wird.

 

Neben der rasanten Entwicklung der medikamentösen Therapie eröffnen auch die bildgebenden Verfahren neue Ansätze in der Diagnostik und Therapie, was Herr Privatdozent Dr. med. habil. Alexander Winter vom Prostatakarzinomzentrum Oldenburg anhand des Prostatakarzinoms erläutern wird.

 

Nicht alle Behandlungsbemühungen bei Krebspatienten verlaufen erfolgreich, so dass am Ende eines Krankheitsprozesses nicht das Heilen, sondern des Begleiten eines Patienten im Mittelpunkt steht. Letztlich ist hier die frühe Anbindung des Patienten in die Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung (SAPV) anzustreben, da in mehreren Studien bewiesen werden konnte, dass sich nicht nur die Lebensqualität des Patienten verbesserte, sondern auch das Überleben verlängert werden konnte.

Die Bedeutung und erfreulicherweise auch die Akzeptanz der sogenannten Palliativmedizin nehmen zu, worüber Herr Daniel de Vasconcelos und Herr Daniel Jürgensen vom Palliative Care Team Wilhelmshaven/Friesland berichten werden.

 



21. August 2019


Tumorzentrum Nordwest e.V. organisiert Expertenforum in Wilhelmshaven

Darmkrebs: 90% der Krebsfälle können durch Vorsorgeuntersuchungen vermieden werden

tumorzentrum nwn veranstaltung update 2019 darmkrebs

Unter der Leitung der Onkologin Frau Dr. med. Andrea Distelrath (Onkologische Schwerpunktpraxis Rodemer/Wismann/ Distelrath, Wilhelmshaven) veranstaltete das Tumorzentrum Nordwest e.V. am 21.08.2019 für Ärzte aus Niederlassung und Krankenhaus eine hochkarätige Fortbildung zur Diagnostik und Therapie des Kolorektalen Karzinoms im Atlantic Hotel, Wilhelmshaven.

Eine der vordringlichen Aufgaben der Mitglieder des Tumorzentrums Nordwest Niedersachsen e.V. ist die Aufklärung von Patienten über Krebsvorbeugung sowie die Organisation von regelmäßigen Fortbildungsveranstaltungen für Ärzte und Assistenzberufe. Alle 2 Wochen treffen sich darüber hinaus die Ärzte im sog. Tumorboard, um aktuelle Patientenfälle zu diskutieren und eine optimale Therapiestrategie interdisziplinär herauszuarbeiten.

Mit jährlich ca. 60.000 Neuerkrankungen, zählt Darmkrebs zu den häufigsten Krebsleiden. Die beste Methode, das eigene Darmkrebsrisiko um etwa 90 % zu senken, besteht in der Vorsorge-Darmspiegelung, die ab dem 56. Lebensjahr angeboten und von den Krankenkassen bezahlt werden.

Für den Erfolg einer Tumorbehandlung ist es unerlässlich, dass alle erforderlichen Fachabteilungen eng zusammenarbeiten.

In der aktuellen Fortbildung referierte Frau U. Kiszio, Gastroenterologie Klinikum Wilhelmshaven, sowohl über Neuigkeiten in der Diagnostik von Darmkrebs als auch über palliativmedizinische Interventionen im fortgeschrittenen Stadium.

Erkenntnisse über die Regulation der Tumorbiologie entwickeln sich rasant. Neue Substanzen stehen zur Verfügung und erweitern die therapeutischen Optionen von Krebserkrankungen. Herr Dr. Neumann, Hämatologie-Onkologie St. Josef-Stift, Bremen, stellte in seinem brillianten Vortrag unter Berücksichtigung der aktuellen Kongressdaten die differenzierten medikamentösen Behandlungsmöglichkeiten des metastasierten Kolonkarzinoms vor.

Herr Dr. Buthut, Chirurgie Nordwestkrankenhaus Sanderbusch, erörterte in seinem Vortrag eindrucksvoll, wann die sog. Metastasenchirurgie sinnvoll ist und zu einer verbesserten Prognose des Patienten führt.

In der interdisziplinären onkologischen Behandlung spielt ebenso die Strahlentherapie eine herausragende Rolle. Frau Dr. Rauchenzauner aus dem Klinikum Wilhelmshaven berichtete über aktuelle neoadjuvante Therapiekonzepte beim Rektumkarzinom und Möglichkeiten der palliativen Strahlentherapie in der Metastasierung.


Durch die gut besuchte Veranstaltung führten Herr Dahl, Gastroenterologische Praxis Wilhelmshaven-Jever, Herr Dr. Neumann, Nordwestkrankenhaus Sanderbusch und Frau Dr. Distelrath, Onkologische Schwerpunktpraxis Wilhelmshaven-Sande.

 


 

03. April 2019

Die Region gemeinsam gegen den Krebs

Das Tumorzentrum Nordwest Niedersachsen e.V. veranstaltet Fortbildung für medizinisches Assistenzpersonal in der Onkologie Wilhelmshaven/Friesland

„Nur gemeinsam können wir den Kampf gegen Krebserkrankungen erfolgreich aufnehmen“, so die Onkologin und 1. Vorsitzende des Tumorzentrums Nordwest Niedersachsen e.V. Yolanda Rodemer bei der Begrüßung der 40 Teilnehmer/-innen einer Fortbildungsveranstaltung im Hotel Atlantik in Wilhelmshaven am heutigen Mittwoch.

„Gute und erfolgreiche Behandlung von Krebspatienten erfordert Teamwork. Zum einen müssen Ärzte, medizinisches Assistenzpersonal, Beratungseinrichtungen, Selbsthilfegruppen und der Patient gut zusammenarbeiten, zum anderen erfordert es eine enge Kooperation zwischen den niedergelassenen Ärzten und den regionalen und überregionalen Krankenhäusern. Patienten wechseln während ihrer Behandlung öfters zwischen ambulanter und stationärer Therapie sowohl in den Krankenhäusern vor Ort, als auch für besondere Maßnahmen in spezielle Zentren, die meist an die Universitätskliniken angebunden sind.

Die Sicherung und Förderung der onkologischen Versorgungsqualität auf hohem Niveau, eine bessere sektoren- und berufsgruppenüberschreitende Vernetzung der onkologischen Versorgung sowie die Vermittlung adäquater Kommunikationskompetenzen durch Aus-, Fort- und Weiterbildung der Gesundheitsberufe sind drei wichtige Ziele des Nationalen Krebsplans, die wir durch Veranstaltungen, wie diese umsetzen wollen“.

40 Teilnehmer/-innen aus unterschiedlichen Gesundheitsberufen, tätig in den an der onkologischen Versorgung beteiligten Arztpraxen und aus den drei Krankenhäusern der Region (Klinikum Wilhelmshaven, Nordwestkrankenhaus Sanderbusch, St. Johannes Hospital Varel) erweiterten ihr Fachwissen bei Vorträgen zu neuen Therapieansätzen in der Onkologie (Yolanda Rodemer) und sinnvollen komplementären Maßnahmen bei Brustkrebs (Dr. med. Andrea Distelrath), Harnableitungen in der Urologie (Dr. med. Gerald Rodemer) und implantierbaren Portsystemen für die Infusionstherapie von Tumorpatienten (Dr. med. Hans-Peter Buthut).

„Neben der reinen Wissensvermittlung fördern diese Veranstaltungen das kollegiale und unkomplizierte Miteinander. Der kurze Dienstweg und das persönliche Gespräch der Akteure untereinander sind für einen reibungslosen Behandlungsablauf für unsere Patienten essentiell. Ich freue mich, dass im Tumorzentrum Nordwest Niedersachsen e.V. alle ehrenamtlich und ohne finanzielle Interessen an einem Strang ziehen, um die Versorgung der Patienten, die sich uns mit ihrer Krebserkrankung anvertrauen stetig zu optimieren“, so die 1. Vorsitzende zum Abschluss.

 



23. April 2018

Wieder großes Interesse an der Onkologische Mitarbeiterfortbildung des Tumorzentrum Nordwest Niedersachsen e.V.

tumorzentrum nwn onkologische mitarbeiterfortbildung april 2018


Bild: Rund 50 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen onkologischer Assistenzberufe nahmen an der Fortbildung des Tumorzentrums Nordwest Niedersachsen e.V. im Hotel Atlantic teil.

Rund 50 Teilnehmer/-innen besuchten die Veranstaltung mit hochkarätigen Vorträgen im Hotel Atlantic

Kontinuierliche Fortbildung ist für Onkologische Pflegefachkräfte, Medizinische Fachangestellte sowie Ärzte verpflichtend, um die bestmögliche Patientenversorgung sicherzustellen. Das Tumorzentrum Nordwest Niedersachsen e.V. sorgte in der vergangenen Woche mit seinem jährlich wiederkehrenden sechsstündigen Mitarbeiterfortbildungsangebot erneut dafür, dass dies auf hohem Niveau auch in der Region möglich ist. Erstmals fand diese Veranstaltung in diesem Jahr im Hotel Atlantic statt. Rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den onkologischen Versorgungseinrichtungen der Region (Strahlentherapie Klinikum Wilhelmshaven, Onkologie St. Johannes-Hospital Varel, Onkologie Nordwest-Krankenhaus Sanderbusch und Onkologie Praxisgemeinschaft für Onkologie und Urologie Wilhelmshaven/Sande) begleiteten die Vorträge der Referenten Tobias Wismann (Facharzt für Innere Medizin), Dr. Hagen Baume (DRK Blutspendedienst), Cornelius Spath (Borderzone Experience) und Dr. med. Michael Sachse (Dermatologie Klinikum Bremerhaven) mit interessierten Fragen und einer angeregten Diskussion.
Denn: (Brust)Krebs ist ein großes Thema. So gibt es jährlich rund 70 000 Neuerkrankungen mit der Diagnose Brustkrebs, fünfzigtausend sind es bei bösartigen Hauttumoren. "Angesichts des demographischen Wandels und immer besserer Diagnosemöglichkeiten ist die Tendenz steigend“, so Tobias Wismann in seinem Vortrag „Grundlagen des Mammakarzinoms“, bei dem er auch neue Behandlungsmethoden und Behandlungsvorgehensweisen vorstellte. Er betonte, dass die interdisziplinäre Zusammenarbeit und konsequente Vorsorge auf Basis der aktuellen Leitlinien die Grundlage für die besten Behandlungserfolge sei.

Das Thema Blutspende und die korrekte Anwendung des aktuellen Transfusionsgesetzes, auch im Hinblick auf Tumorpatienten, standen im Mittelpunkt des Vortrages von Dr. Hagen Baume vom DRK Blutspendedienst Niedersachsen aus Oldenburg. Ihm folgte ein sehr kurzweiliger Vortrag des Geschäftsführers der Borderzone Experience in Staufen, Cornelius Spath, zum Thema Notfallmanagement in der onkologischen Praxis.

Zum sonnigen Frühsommertag passte schließlich der Vortrag von Dr. med. Michael Sachse zum Thema Malignes Melanom und dessen Nebenwirkungsmanagement. Die eindrückliche Warnung vor Sonnenbrand und dessen Risiko für späteren Hautkrebs, aber auch die hoffnungsvollen und sehr erfolgreichen neuen Behandlungsansätze sorgen bei den Teilnehmern für eine anschließende sehr angeregte Diskussion. Fazit: „Lieber täglich sehr umfangreich mit Sonnenschutzfaktor 30 eincremen und den dadurch eventuell bedingten Vitamin D Mangel substituieren, als einen bösartigen Hauttumor riskieren“.

„Wir organisieren diese von der Ärztekammer vorgeschriebene Fortbildung seit mehr als sieben Jahren und freuen uns riesig über das jährlich steigende Interesse“, so die Onkologin und 1. Vorsitzende des Tumorzentrums Nordwest Niedersachsen e.V., Yolanda Rodemer. Aufgrund der steigenden Anmeldungen wurde auch der Veranstaltungsort gewechselt, was bei den Teilnehmern aber sehr gut ankam.

 



19. Oktober 2017

Psychosoziale Versorgung und neue Behandlungsmethoden bei Brustkrebs war Thema der DMP Fortbildung 2017 des Tumorzentrums NWN

Tumorzentrum NWN Gruppenfoto DMP 2017


Bild (v.l.n.r.): Die Referenten der DMP-Fortbildung:  Dr. Thomas Wermter, Prof. Dr. Susanne Grüßner, Dr. Michael Hippach, Karin Kieseritzky, Organisatorin Dr. Angelika Souchon, Prof. Dr. Kai J. Bühling, Bert Hendrik Holmer, Dr. Christoph Messner, Organisatorin Yolanda Rodemer

Das Tumorzentrum Nordwest-Niedersachsen e.V. lud auch 2017 zum fächerübergreifenden Austausch über Brustkrebs nach Wilhelmshaven

Nicht nur die Therapieplanung und Behandlungsmöglichkeiten, sondern auch die psychosoziale Betreuung während einer Brustkrebserkrankung bei Frauen standen im Fokus der diesjährigen DMP-Mamma-Karzinom Fortbildung. Das Tumorzentrum Nordwest-Niedersachsen e.V. und der Berufsverband der Frauenärzte e.V. hatte dazu am 18. Oktober Gynäkologen, Onkologen und weitere Mediziner in das Gorch-Fock-Haus eingeladen. Rund 100 Interessierte folgten der Fortbildung, die dazu dient, über aktuelle Fortschritte in der gynäkologischen Onkologie zu informieren und einen kollegialen Austausch zu fördern. In diesem Jahr kann die Veranstaltung ihr 10-jähriges Jubiläum feiern.

Zu der Expertenrunde gehörte Dr. Christoph Messner. Der leitende Oberarzt vom St.-Johannes-Hospital in Varel referierte über die Bedeutung der Axilla (Achsel-)Sonografie für die Therapieplanung. Inwieweit sich antikontrazeptive Therapien und Hormonbehandlungen bei Brustkrebs auswirken, erörterte der Gynäkologe Prof. Dr. Kai J. Bühling aus Hamburg. Dr. Thomas Wermter aus Oldenburg stellte die Möglichkeiten der plastischen Chirurgie nach einer Brustkrebserkrankung vor. Über brusterhaltender Operationen ohne Nachbestrahlung - insbesondere bei Patientinnen über 70 Jahren - berichtete Bert Hendrik Holmer, leitender Oberarzt der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am Klinikum Wilhelmshaven.

Die Wichtigkeit der psychologischen Betreuung nach eine Brustkrebsdiagnose und der Begleitung während des Krankheitsverlaufs verdeutlichte die Verhaltens- und Schmerztherapeutin Karin Kieseritzky vom Psychoonkologischen Dienst des Pius Hospital in Oldenburg. Dr. Michael Hippach stellte den „Freundeskreis Brustgesundheit e.V.“ vor, der Betroffenen Unterstützung durch ein breites Netzwerk wie etwa Selbsthilfegruppen oder Infoveranstaltungen in der Region anbietet.

Die beiden Organisatorinnen, die 1. Vorsitzende des Tumorzentrums Yolanda Rodemer von der onkologischen Schwerpunktpraxis in Wilhelmshaven und Dr. Angelika Souchon, Vorsitzende des Berufsverbandes, freuten sich über das seit zehn Jahren anhaltende große Interesse an dieser Fortbildungs- und Netzwerkveranstaltung. Ihr Fazit: der interdisziplinäre Austausch ist wichtig, um Menschen mit Brustkrebserkrankungen durch neue Erkenntnisse zu einer besseren Lebensqualität zu verhelfen.

Das Tumorzentrum Nordwest-Niedersachsen e.V. ist ein gewachsenes Netzwerk, das zahlreiche Fachärzte, alle Krankenhäuser sowie andere Anlaufstellen für Krebspatienten in der Region WHV/Friesland miteinander verbindet. Ziel ist es, wohnortnah die optimale Therapie und Versorgung von Krebskranken zu gewährleisten.

 



05. April 2017

Tumorzentrum Nordwest Niedersachsen e.V. erfreut über großen Zulauf bei onkologischer Fortbildungsveranstaltung

Tumorzentrum-nwn Pharmakotherapieberatung 2016


Bild: In der Mitte Yolanda Rodemer, 1. Vors. Tumorzentrum Nordwest Niedersachsen e.V. , dahinter: Referent Dr. med. Burkhard Otremba.

Rund 40 Teilnehmerinnen besuchten die Mitarbeiterfortbildung im Hotel am Stadtpark

Neben der hervorragenden medizinischen Patientenversorgung ist auch die kontinuierliche klinische Forschung ein wichtiger Bestandteil der onkologischen Kompetenz von medizinischen Fachangestellten und Pflegekräften. Als Schnittstelle zwischen Praxisalltag und neuen Ansätzen der Krebstherapie organisiert das Tumorzentrum Nordwest Niedersachsen e.V. einmal jährlich eine Mitarbeiterfortbildung für Fachangestellte und Pflegekräfte aus der Region. Hierdurch konnten auch am Mittwoch, dem 5. April 2017 rund 40 interessierte Mitarbeiter aus den Praxen der onkologisch verantwortlichen Ärzte der Region, dem Klinikum Wilhelmshaven, dem Nordwest-Krankenhaus Sanderbusch und dem Krankenhaus Varel sowie anderen onkologischen Bereichen an einem Fortbildungsnachmittag mit aktuellen onkologischen Fragestellungen teilnehmen. Auf dem Programm im Hotel am Stadtpark standen neben einem Fachvortrag zur palliativen Ernährung auch ein Referat zum Umgang mit Stammzell-Transplantat-Patienten sowie zur Organisation einer den Lebensbedingungen angepassten Therapie der Tumorerkrankung bei Patienten im hohen Alter. Besonders beeindruckendes „Sahnehäubchen“ war schließlich der Vortrag des Facharztes für onkologisch ambulante Tumortherapie Dr. med. Thomas Hegge zum Thema „Kommunikation, Gesprächsführung, Wahrnehmung und Motivation im Umgang mit onkologischen Patienten“. Er war für seinen sehr einfühlsamen Beitrag, der die Teilnehmerinnen sichtlich berührte, extra noch nach Praxisschluss aus Osnabrück angereist.

„Wir organisieren diese von der Ärztekammer vorgeschriebene Fortbildung seit mehr als sechs Jahren und freuen uns riesig über dieses große Interesse. Dieses Jahr hatten wir sogar deutlich mehr Anmeldungen als zur Verfügung stehende Plätze“, so die Onkologin und 1. Vorsitzende des Tumorzentrums Nordwest Niedersachsen e.V., Yolanda Rodemer. Grundidee der Veranstaltung sei es, den onkologischen Fachkräften und Pfleger/innen aus der Region ein anspruchsvolles und interessantes Weiterbildungsangebot direkt vor Ort und ohne lange Wege zu ermöglichen. Die Veranstaltung wird von der Ärztekammer Niedersachen anerkannt.

 



19. November 2016

Industrieunabhängige Pharmakotherapieberatung im JadeInnovationsZentrum

Tumorzentrum-nwn Pharmakotherapieberatung 2016

Bild (v.l.n.r.): Dr. med. Norbert Czech, Claudia Schaa, Yolanda Rodemer, Frau Dr. med. Dipl. phys. Birgit Rauchenzauner, Dr. med. Gerald Rodemer, Dr. Gerhard Fulde, Tobias Wismann.

Vernetzung verbessert die Heilungschancen für Krebspatienten.

Vernetzung und gute Kommunikation der behandelnden Ärzte verbessern die Heilungschancen für Krebspatienten. Dass die Region hier gut aufgestellt ist, bewies das große Interesse an der 7. industrieunabhängigen Pharmakotherapieberatung, zu der das Tumorzentrum Nordwest-Niedersachsen unter der Leitung des Facharztes für Urologie, Dr. Gerald Rodemer, und des Onkologen Tobias Wismann eingeladen hatte.

Mehr als 40 Experten aus Niedersachsen und Bremen informierten sich über die wissenschaftlichen und gesundheitspolitischen Entwicklungen. Der Fokus der Veranstaltung lag dabei auf strahlentherapeutischen und nuklearmedizinischen Therapieverfahren, neuen Wirkstoffen sowie dem Kostenmanagement bei der Versorgung mit hochwirksamen Krebsmedikamenten (Zytostatika). Dr. Norbert Czech, Facharzt für Nuklearmedizin am Zentrum für Nuklearmedizin und PET/CT Bremen, verdeutlichte in seinem Vortrag, wie erfolgreich modernste nuklearmedizinische Verfahren heute sowohl in der Diagnostik als auch in der Therapie eingesetzt werden können – und zwar mit geringen Nebenwirkungen. Dr. Birgit Rauchenzauner, Chefärztin der Klinik für Strahlentherapie des Klinikums Wilhelmshaven, folgte mit einem Vortrag über die Kombination einer Strahlentherapie mit einer antihormonellen Therapie bei Prostatakrebs. Die Unternehmensbereichsleiterin Arzneimittelmanagement der AOK, Claudia Schaa, griff mit der Abrechnungsproblematik hochwirksamer, aber auch teurer Tumormedikamente, ein brisantes Thema der vorjährigen Pharmakotherapieberatung auf. Der Wilhelmshavener Apotheker Dr. Gerhard Fulde stellte die so genannten Check-Point-Inhibitoren als neue Wirkstoffe zur Immun-Tumortherapie aus pharmazeutischer Sicht vor.

Ziel der Veranstaltung ist es, neben der Information über neue Behandlungsansätze in der Tumortherapie den Blick der Ärzte für einen verantwortungsbewussten
Umgang mit den hoch wirksamen modernen, aber auch sehr teuren Medikamenten zu schärfen – unabhängig von Beeinflussung durch die Pharmaindustrie. Nur so kann nach Auffassung der Organisatoren gewährleistet werden, dass diese Therapien weiterhin allen Betroffenen uneingeschränkt zur Verfügung stehen.



21. Oktober 2016

Gut besuchte Fortbildungsveranstaltung DMP Mammakarzinom in Wilhelmshaven

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Bild (v.l.n.r.): Die Referenten der DMP-Fortbildung: Prof. Dr. med. Susanne Grüßner, Yolanda Rodemer, Prof. Dr. med. Florian Länger, Dr. med. Angelika Souchon, Prof. Dr. med. Hans-Joachim Lück, Linda Plöger, Tobias Wismann, Dr. med. Petra Schoenrock-Nabulski, Dr. med. Margret Ganseforth


Tumorzentrum Nordwest-Niedersachsen e.V. lud erneut ein zum fächerübergreifenden Austausch über Brustkrebs

Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Über 70.000 Mal im Jahr stellen Ärztinnen und Ärzte aktuell in Deutschland die Diagnose „Mammakarzinom“ bei einer Frau. Viele davon werden heute erfolgreich behandelt. Immer individuellere Therapien aber auch die flächendeckenden Vorsorgescreeningprogramme tragen positiv zu dieser Entwicklung bei.  So wird Brustkrebs heute oft früher erkannt und früher behandelt, wodurch gleichzeitig weniger prognostisch ungünstige Tumore diagnostiziert werden. Das war ein Fazit der diesjährigen DMP-Mammakarzinom-Fortbildungsveranstaltung, an der am Mittwoch rund 110 Gynäkologen, Onkologen und weitere Mediziner aus der gesamten Region teilnahmen. Im Vordergrund der Veranstaltung am Mittwoch im Gorch-Fock-Haus stand  der Austausch über die aktuellen Fortschritte in der gynäkologischen Onkologie. Zu dieser Veranstaltung lädt jährlich das Wilhelmshavener Tumorzentrum Nordwest Niedersachsen e.V. und der  Berufsverband der Frauenärzte e.V. ein. Ein Schwerpunkt der DMP Tagung lag auf dem Thema Vorsorge und der Behandlung von Brustkrebserkrankungen im Frühstadium. Hierzu konnte – neben insgesamt sieben weiteren Referentinnen aus ganz Niedersachsen, die neue Chefärztin der Gynäkologie des Klinikums Wilhelmshavens Prof. Dr. med. Susanne Grüßner für einen Vortrag  gewonnen werden. 

Die beiden Organiastorinnen, die onkologisch verantwortliche Ärztin und 1. Vorsitzende des Tumorzentrums Yolanda Rodemer von der onkologischen Schwerpunktpraxis in Wilhelmshaven und Dr. med. Angelika Souchon, Vorsitzende des Berufsverbandes, freuten sich über das seit 9 Jahren anhaltende große Interesse an dieser Fortbildungs- und Netzwerkveranstaltung.
Das Tumorzentrum Nordwest-Niedersachsen e.V. ist ein gewachsenes Netzwerk, das zahlreiche Fachärzte, alle Krankenhäuser sowie andere Anlaufstellen für Krebspatienten in der Region WHV/Friesland miteinander verbindet. Ziel ist es, wohnortnah die optimale Therapie und Versorgung von Krebskranken zu gewährleisten.



Juni 2016

Preisübergabe an die Onkologin Yolanda Rodemer für die Wilhelmshavener Sozialberatungsstelle des Tumorzentrums Nordwest-Niedersachsen

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Bild: Stefanie Brunner, Yolanda Rodemer, Anette Waschek

Niedersächsische Krebsgesellschaft honoriert das Beratungsangebot mit 5000 Euro.

Wilhelmshaven/Hannover/Juni 2016 - Über eine mit 5000 Euro besonders honorierte Anerkennung konnte sich jetzt die Wilhelmshavener Onkologin Yolanda Rodemer freuen. Die Niedersächsische Krebsgesellschaft übergab ihr am 22. Juni 2016 in Hannover den Förderpreis 2015 in Form einer Urkunde. Die Sozialberatungs-Initiatorin wurde damit für ihr persönliches Engagement für das Projekt ausgezeichnet. Das Preisgeld wird sie wiederum vollständig der Sozialberatungsstelle des Tumorzentrums Nordwest-Niedersachsen zur Verfügung stellen. Im Rahmen der Preisübergabe hatte Yolanda Rodemer auch die Gelegenheit, die Arbeit der im Oktober 2015 in der Preußenstraße 51 in Wilhelmshaven eröffneten Sozialberatungsstelle kurz vorzustellen. Die Anlaufstelle für Menschen, die sich mit  einer Krebserkrankung auseinandersetzen, bietet professionelle Information, Beratung und Unterstützung in bürokratischen Angelegenheiten und zwar ergänzend zur medizinischen Versorgung im Krankenhaus oder Arztpraxis.

Seit Eröffnung der Sozialberatung im Oktober letzten Jahres haben die Mitarbeiterinnen Anette Waschek und Stefanie Brunner großen Zulauf aus der gesamten Region erfahren und können bereits auf eine große Anzahl von Beratungsfällen zurückblicken. „Unser kostenloses Hilfsangebot löst bei den meisten Betroffen große Erleichterung und Entlastung von Sorgen aus, die man nach einer solchen Diagnose nicht auch noch alleine bewältigen kann“, so die beiden.

Die Beratungsstelle ist Teil des Tumorzentrum Nordwest-Niedersachsen e.V., in dem  seit mehr  als 30 Jahren über 70 niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte sowie medizinischer Einrichtungen aller Fachrichtungen der Region miteinander vernetzt  sind.

Der Förderpreis der Niedersächsischen Krebsgesellschaft wird seit 1989 für Projekte oder an Personen vergeben, die sich in Niedersachsen auf dem Gebiet der Tumorforschung, Früherkennung, Behandlung und Nachsorge von Krebskrankheiten besonders hervorgetan haben.


 

16. Dezember 2015

Wilhelmshavener Sozialberatungsstelle des Tumorzentrums Nordwest Niedersachsen erhält Förderpreis 2015 der Niedersächsischen Krebsgesellschaft

Preis zeichnet Projekte zur besseren Beratung, Betreuung und Versorgung von Krebspatienten aus

Dezember 2015 - Die Niedersächsische Krebsgesellschaft hat am 25. November beschlossen,  ihren Förderpreis  2015 an die Wilhelmshavener Onkologin Yolanda Rodemer zu verleihen. 
Die Ärztin erhält den mit 5.000 Euro dotierten Förderpreis für ihr Engagement und den Aufbau der Sozialberatungsstelle des Tumorzentrums Nordwest Niedersachsen e.V. Die Beratungsstelle ist Teil des Tumorzentrum Nordwest-Niedersachsen e.V., in dem  seit mehr als 20 Jahren über 70 niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte sowie medizinischer Einrichtungen aller Fachrichtungen der Region miteinander vernetzt sind.

In der Sozialberatung werden Patienten mit der Diagnose Krebs – ergänzend zur medizinischen Versorgung im Krankenhaus oder Arztpraxis – bei der Bewältigung der damit oft einhergehenden bürokratischen Hürden unterstützt.  Mit einem umfangreichen Leistungsspektrum versteht sich die Sozialberatung als Lotse, um Krebspatienten den Alltag zu erleichtern und in der oft herausfordernden Situation den Überblick zu bewahren.

Der Förderpreis der Niedersächsischen Krebsgesellschaft wird seit 1989 für Projekte oder an Personen vergeben, die sich in Niedersachsen auf dem Gebiet der Tumorforschung, Früherkennung, Behandlung und Nachsorge von Krebskrankheiten hervorgetan haben. Über die Vergabe entscheidet der wissenschaftliche Ausschuss der Niedersächsischen Krebsgesellschaft 

Die offizielle Übergabe der Urkunde und des Preises wird zu Anfang 2016 erfolgen.

 


19. November 2015

Tumorexperten berieten im Jade Innovationszentrum über industrieunabhängige Pharmakotherapie
Gezieltes Nebenwirkungsmanagement und gute Kommunikation erleichtern Krebstherapie

tuz news 2015 11 19

Fast immer wird in der Krebstherapie auf die Chemotherapie gesetzt. Doch neben der Hoffnung auf Heilung hat diese auch Nebenwirkungen.
Die Patienten leiden an Beschwerden wie unendlicher Erschöpfung, Überempfindlichkeit oder Haarausfall. Ein gutes Nebenwirkungsmanagement bei Krebspatienten verbessert deshalb nicht nur deren Lebensqualität sondern auch die Akzeptanz der Therapie.  Genauso wie eine bewusste Gesprächskultur im Umgang mit der Krankheit. Rund 40 Ärzte und Ärztinnen aus ganz Niedersachsen kamen am vergangenen Wochenende nach Wilhelmshaven, um sich bei der 6. Industrieunabhängigen Phamakotherapieberatung des Tumorzentrums Nordwest-Niedersachsen e.V. im Jade Innovations Zentrum zu den Bereichen „Nebenwirkungsmanagement“ und „Patientenkommunikation“  bei Tumorerkrankungen zu informieren. Wie bereits in den Vorjahren war die Veranstaltung damit nahezu ausgebucht.
 „Wir freuen uns, jedes Jahr erneut viele bekannte Gesichter begrüßen zu dürfen“, so Dr. Gerald Rodemer vom Tumorzentrum Nordwest Niedersachsen. Bedeutsam bei der Veranstaltung sei auch der gegenseitige Austausch über Erfahrungen mit Präparaten im Praxisalltag, die auch ganz anders aussehen können als die Versprechungen der Hersteller.

Besonders beeindruckte alle Teilnehmer der Vortrag des Onkologen und Palliativmediziners Thomas Hegge aus Osnabrück, der sich mit den besonderen Herausforderungen des Gesprächs in der Patientenbetreuung beschäftigte.  Ein offenes, vertrauensvolles, ehrliches und hoffnungsvermittelndes Gespräch sei eine wesentliche Grundlage für eine erfolgreiche Behandlung. Er plädierte für eine Kommunikation zwischen Arzt und Patient, die bei aller Ernsthaftigkeit immer auch Hoffnung für den Augenblick, für die Gegenwart vermittelt.  Dabei gehe es gar nicht um das „viel reden“, sondern um die psychische Präsenz. Diese habe für beide – den Arzt wie den Patienten – unschätzbare Vorteile, denn beide gewinnen Zeit.  Der Arzt bekommt alle Informationen, die er benötigt,
um einem Patienten medizinisch wie menschlich gerecht zu werden, und muss nicht so oft nachfragen. Der Patient muss seine Zeit nicht mit Grübeln, dem Nachdenken über nicht in Frage kommende Alternativen und Ängste vergeuden.

Dr. med. Gerald Rodemer stellte anhand eines Fallbeispiels die aktuellsten Empfehlungen der St. Gallen Advanced Prostate Cancer Conference (APCCC) 2015 vor.
In einem weiteren Vortrag erklärte der Apotheker Volker Budde die Abrechnungsproblematik hochwirksamer, aber auch teurer Tumormedikamente aus Sicht des Apothekers.



16. Oktober 2015

Fortbildungsveranstaltung DMP Mammakarzinom in Wilhelmshaven



Foto von links: Organisatorin Yolanda Rodemer (1. Vorsitzende Tumorzentrum Nordwest-Niedersachsen e.V.), Dr. Tanja Trarbach (Zentrum für Tumorbiologie und integrative Medizin, Klinikum Wilhelmshaven), Martin Thoma (Chefarzt senologische Klinik und Leiter des Brustzentrums der Ammerland Klinik GmbH), Organisatorin Dr. Angelika Souchon (Vorsitzende des Berufsverbandes der Frauenärzte e.V. und Gynäkologin in Schortens), Linda Plöger (Referenzzentrum Mammographie Nord), Dr. Michael Hippach (Gynäkologe in Aurich). Nicht auf dem Bild die Referenten Dr. Heike Boppert (Frauenärztin an der Kinderwunschklinik der Tagesklinik Oldenburg) und Dr. Christoph Reiche (Chefarzt der Gynäkologie des St. Johannes Hospital Varel).

Bei der DMP-Mammakarzinom-Fortbildungsveranstaltung im Gorch-Fock-Haus widmeten sich Medizinerinnen und Mediziner aus ganz Deutschland der gynäkologischen Onkologie Wilhelmshaven/
14. Oktober 2015 - Auf Einladung des Tumorzentrums Nordwest-Niedersachsen e.V. und des Berufsverbandes der Frauenärzte e.V. fand am 14. Oktober im Gorch-Fock-Haus in Wilhelmshaven eine DMP-Mamma-Karzinom Fortbildung statt, die über die aktuellen Fortschritte bezüglich Brustkrebs speziell in der gynäkologischen Onkologie informierte. Namhafte Referenten berichteten aus verschiedenen Themenbereichen wie Daten aus dem Mammographie-Screening, Nebenwirkung unter Chemotherapie, präoperative Diagnostik sowie Brustkrebs und Kinderwunsch.



14. September 2015

Neueröffnung der Sozialberatung des Tumorzentrums Nordwest-Niedersachsen e.V.

tuz news 2015 09 14

Die bewährte interdisziplinäre Patientenversorgung mit organisatorischer Beratung für Krebspatienten der Region zu verbinden:
Dieses Ziel kann das Tumorzentrums Nordwest-Niedersachsen e.V. jetzt verwirklichen. Im Oktober eröffnet der gemeinnützige Verein mit einer onkologischen Sozialberatung
in Wilhelmshaven ein neuartiges Angebot für Erkrankte aus Wilhelmshaven, Friesland und Wittmund.
Das Tumorzentrum Nordwest-Niedersachsen e.V. erweitert mit der Sozialberatungsstelle in Wilhelmshaven sein Leistungsspektrum.

Ab dem 8. Oktober 2015 ist die Sozialberatungsstelle in den neuen Räumlichkeiten in der Preußenstraße 51 für Betroffene und deren Angehörige geöffnet.
Denn mit einer Krebserkrankung entstehen neben der körperlichen Belastung auch viele andere Herausforderungen.
Die onkologische Sozialberatungsstelle bietet Ratsuchenden praktische, individuelle und neutrale Beratung bei sozialrechtlichen und finanziellen Fragen.
Mit einem umfangreichen Leistungsspektrum versteht sich die Sozialberatung als Lotse und Beratungsstelle, um Krebspatienten den Alltag zu erleichtern und in der oft herausfordernden Situation den Überblick zu bewahren.

Als Lotse und Berater in schwierigen Zeiten

Neben der Beratung in sozialen und finanziellen Belangen und der Klärung möglicher Leistungsansprüche kümmert sich die Sozialberatung des Tumorzentrums um Unterstützung bei der Kontaktaufnahme zur Pflegekasse und Pflegeberatung, bei der Beantragung einer Haushaltshilfe sowie Heil- und Hilfsmitteln oder bei der Anerkennung als Schwerbehinderter (Behindertenausweis). Als Lotse bei Fragen zu (häuslichen) Pflegeleistungen, Nachteilsausgleichen und Pauschbeträge, Zuzahlungen und Belastungsgrenzen sowie Rentenansprüchen werden Wege erleichtert. Weiterhin erhalten Krebspatienten hier Informationen zu medizinischen und beruflichen Rehabilitationsmaßnahmen sowie praktische Unterstützung beim Ausfüllen von Anträgen. Die Sozialberatung will Netzwerke schaffen wie etwa durch den Kontakt zum Härtefond der Deutschen Krebshilfe.

Ergänzend zu der medizinischen Betreuung im Tumorzentrum Nordwest-Niedersachsen e.V. ist die Sozialberatungsstelle eine wichtige Erweiterung der Leistungen, um Krebspatienten mit vielen praktischen Tipps auf ihrem Weg zu begleiten. Das Tumorzentrum Nordwest-Niedersachsen e.V. ist ein seit mehr als 20 Jahren bestehendes und etabliertes Netzwerk von über 70 niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten sowie medizinischer Einrichtungen aller Fachrichtungen. Die Bündelung von patientenbezogenen Maßnahmen und Kompetenzen für Krebspatienten aus der Region Wilhelmshaven, Friesland und Wittmund stehen im Vordergrund.

Die Sozialberatung ist durch die ehrenamtliche Tätigkeit der Mitglieder des Tumorzentrums Nordwest-Niedersachsen e.V. unter der Leitung der ersten Vorsitzenden, Frau Yolanda Rodemer, die als ehemals Betroffene die Lebenswirklichkeit gut kennt, sowie durch zahlreiche Spenden engagierter Bürger, Unternehmen und Serviceclubs aus Wilhelmshaven, Friesland und Wittmund möglich geworden. Um das Angebot langfristig zu sichern, ist das Tumorzentrum weiterhin auf Spenden aus der Bevölkerung angewiesen.

Die Sozialberatungsstelle ist für Ratsuchende immer dienstags von 10 bis 13 Uhr und donnerstags von 15 bis 18 Uhr  geöffnet. Telefon 04421-7784354.

 



09. September 2015


Tolle Spende des Lions Club Wilhelmshaven (LC WHV)



Bild: Die Vorsitzende Tumorzentrum e.V., Frau Yolanda Rodemer, erhält von den Lions Prof. Dr. Hans W. Wechsel (von r.), Sascha Scheller und Reimar Thomas symbolisch 3.000 Euro. Foto: Archiv LC WHV

Anlässlich des 60. Geburtstages verzichtete Prof. Dr. Hans W. Wechsel auf jegliche Geschenke von seinen Freunden im Lions Club Wilhelmshaven (LC WHV).
Diese sammelten stattdessen Spenden für den Aufbau einer ambulanten Familienbetreuung im Tumorzentrum Nordwest-Niedersachsen e.V.

Leider trifft die Diagnose „Krebs“ viele Patienten völlig unvorbereitet. Sie stellt einen tiefen Einschnitt in die Lebensplanung nicht nur für die Betroffenen, sondern auch für deren Angehörige dar. Neben der direkten Krankheitsbewältigung müssen sich die Betroffenen plötzlich mit ihrer Krankenkasse, Behörden und anderen Institutionen auseinander setzen. Dieses stellt in Zeiten wuchernder Bürokratie eine echte Herausforderung dar. Häufig wissen Patienten gar nicht, welche Hilfen ihnen eigentlich zustehen und wie diese zu beantragen sind. Betreuungskosten für die Familienmitglieder von Erkrankten werden meist nicht oder nur sehr eingeschränkt übernommen. Sie gelten ja als gesund. Im Krankenhaus gibt es wenigstens Unterstützung durch den Sozialdienst, im ambulanten Bereich fehlt diese.

Um diese Versorgungslücke zu schließen, richtet das Tumorzentrum Nordwest-Niedersachsen e.V., ein freiwilliger Zusammenschluss von Ärzten, die an der Krebsversorgung beteiligt sind, eine ambulante Sozialberatung ein. Bereits in den letzen Jahren flossen Spenden von beteiligten Ärzten, Service-Clubs und vielen anderen, um eine solche Beratung möglich zu machen. Jetzt konnten durch Mitglieder des LC WHV und den Jubilar, Prof. Dr. Hans Wechsel, 3.000 Euro an die Vorsitzende des Tumorzentrums Nordwest-Niedersachsen e.V., Frau Dr. Yolanda Rodemer überreicht werden.



Dezember 2014

Spende über 500,00 EUR


Bild: Michael Bockner, Yolanda Rodemer

Im Dezember 2014 erhielt das Tumorzentrum eine Spende in Höhe von 500,00 EUR für die Einrichtung einer Sozialberatung. Auch im diesem Jahr hielt der Foto Designer Michael Bockner, den diesjährigen Ballettabend der Tanzakademie am Meer auf über 500 Bildern fest und erstellte daraus eine Foto-Show auf DVD. Den Verkaufserlös von 350 € erhöhte er auf 500 Euro und übergab den Betrag heute Frau Yolanda Rodemer, die ein Projekt der Initiative des Tumorzentrums Nordwest Niedersachsen e.V. in Wilhelmshaven unterstützt. Ziel ist die Einrichtung einer Sozialberatung für betroffene Patienten, um ein Defizit in der sozialen Betreuung aufzufangen. Damit kann insbesondere jungen Frauen geholfen werden. Sie erhalten durch Spendengelder praktische Lebenshilfe im Alltag in den Bereichen der Kinderbetreuung, Haushaltshilfe und Unterstützung bei Behördengängen.

Dankeschön für Ihre Unterstützung, Michael Bockner !!!